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Wie finde ich das passende Shampoo? Warum es immer auf die Kopfhaut ankommt.

28. Juli 2025
Lesedauer ca. 4 Minuten
Mal ehrlich - wer hat beim Shampookauf nicht schon einfach zu dem Produkt gegriffen, das gut riecht oder hübsch aussieht? Oder einfach das genommen, was „volumenverstärkend“ oder „feuchtigkeitsspendend“ verspricht, weil es irgendwie gut klingt? Tatsächlich machen sich die wenigsten Gedanken darüber, was ihre Kopfhaut gerade wirklich braucht - und wundern sich dann, wenn das Haar schnell nachfettet, die Kopfhaut juckt oder die Frisur einfach nicht sitzt. Dabei ist die Wahl des passenden Shampoos keine Nebensache - sie entscheidet über die Gesundheit deiner Kopfhaut. Und die wiederum ist das Fundament für schönes, kräftiges Haar.
Frau zeigt auf 2 Shampooflaschen
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Lesedauer ca. 4 Minuten

Ein Shampoo ist Hautpflege – keine Haarpflege

Zuerst einmal ein weit verbreiteter Irrtum: Shampoo ist nicht für die Haarlängen da. Es ist ein Reinigungsprodukt für die Kopfhaut. Denn genau dort entsteht Talg, sammeln sich Schmutz, Hautschüppchen, Rückstände von Stylingprodukten und Umweltpartikel. Ein gutes Shampoo soll diese Dinge entfernen – und dabei die Kopfhaut weder austrocknen noch reizen oder aus dem Gleichgewicht bringen.

Auch wenn alle Shampoos grundsätzlich das gleiche tun – nämlich reinigen – ist ihre Wirkung nicht identisch. Denn nicht jede Kopfhaut verträgt dieselbe Art von Reinigung. Manche ist sensibler, manche produziert mehr Talg, andere neigt zu Trockenheit oder sogar Schuppen. Und genau deshalb gibt es so viele unterschiedliche Shampoos: nicht, weil es komplizierter gemacht wird als nötig, sondern weil die Bedürfnisse eben sehr verschieden sind.

Wichtig dabei: Shampoo ist nicht dazu da, deine Längen zu pflegen – dafür gibt es Conditioner, Masken oder Öle. 

Produkte, die dazu passen

Deine Kopfhaut verändert sich und dein Shampoo sollte es auch

Was viele nicht wissen: Die Kopfhaut bleibt nicht immer gleich. Hormonelle Veränderungen (z. B. durch Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre), Stress, Ernährung oder auch die Jahreszeiten können beeinflussen, wie viel Talg deine Haut produziert, wie empfindlich sie ist oder ob sie zu Trockenheit neigt.

Im Sommer etwa neigen viele zu einer schnell fettenden Kopfhaut – durch Hitze, Schweiß und UV-Strahlung. Im Winter dagegen kann Heizungsluft sie austrocknen und Spannungsgefühle verursachen. Auch nach einem Urlaub (mit viel Sonne, Salz oder Chlor) oder bei Umstellung auf ein anderes Stylingverhalten (z. B. tägliches Föhnen oder neue Produkte) können sich die Bedürfnisse deiner Kopfhaut ändern.

Das heißt: Was heute passt, kann in ein paar Monaten zu viel oder zu wenig sein. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu beobachten, wie deine Kopfhaut reagiert – und dein Shampoo daran anzupassen.

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Wie finde ich heraus, was meine Kopfhaut wirklich braucht?

Wenn du unsicher bist, ob du eher ein Produkt für fettige, trockene oder empfindliche Kopfhaut brauchst, hilft dir ein kleiner Selbsttest ganz ohne Fachwissen:

Befolge diese einfachen Schritte:

  1. Wasche deine Haare mit einem tiefenreinigenden Shampoo

    also ein Produkt, das Rückstände entfernt, keine Silikone enthält und nicht zu reichhaltig ist. Ziel ist dabei deine Kopfhaut von allen Rückständen zu befreien, um eine neutrale Ausgangslage zu schaffen.
  2. Verzichte komplett auf Pflegeprodukte

    Benutze ausnahmsweise kein Conditioner, kein Leave-in, keine Öle oder Sprays. Einfach waschen, gründlich ausspülen, fertig.
  3. Lasse deine Haare an der Luft trocknen

    Im Anschluss benutzt du auch keinen Föhn, kein Glätteisen – gib der Kopfhaut 24–48 Stunden Zeit, sich „natürlich“ zu verhalten.
  4. Beobachte die Kopfhaut am nächsten und übernächsten Tag:
    • Fettet sie sehr schnell nach? Du hast wahrscheinlich eine überaktive Talgproduktion. Also brauchst du eher ein klärendes oder ausgleichendes Shampoo.
    • Fühlt sie sich trocken, gespannt oder juckt leicht? Deine Haut braucht eher ein mildes, feuchtigkeitsspendendes Produkt.
    • Zeigt sich gar nichts Auffälliges? Glückwunsch! Deine Kopfhaut ist vermutlich im Gleichgewicht – bleib bei einem milden Shampoo, das sie nicht unnötig aus dem Takt bringt.

Optional kannst du auch einen Blick auf die Kopfhaut im Spiegel werfen oder sie leicht mit den Fingern massieren. Fühlt sie sich empfindlich oder gereizt an? Sind Schuppen sichtbar? All das sind kleine Hinweise, die dir helfen, dein Shampoo gezielter auszuwählen.

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Typische Kopfhauttypen und was sie brauchen

Fettige Kopfhaut

Fühlt sich schnell schmierig oder schwer an, glänzt am Ansatz oft schon einen Tag nach dem Waschen. Hier braucht es ein Shampoo mit mild entfettenden, talgregulierenden Inhaltsstoffen, z. B. Tonerde, Teebaumöl oder Brennnessel. Wichtig: Nicht „zu scharf“ reinigen, sonst produziert die Haut nur noch mehr Talg.

Trockene oder gespannte Kopfhaut

Wirkt matt, manchmal schuppig, kann spannen oder leicht jucken. Hier hilft ein feuchtigkeitsspendendes, sanft reinigendes Shampoo, etwa mit Aloe Vera, Urea oder Panthenol. Am besten pH-neutral oder leicht sauer, um den natürlichen Hautschutz zu stabilisieren.

Empfindliche Kopfhaut

Reagiert schnell gereizt, oft ohne sichtbare Anzeichen. Juckreiz, Brennen oder Rötung nach dem Waschen können Hinweise sein. In diesem Fall sind parfumfreie, besonders milde Shampoos mit beruhigenden Wirkstoffen ideal. Weniger ist mehr: keine reizenden Alkohole, keine scharfen Tenside, kein Schnickschnack.

Schuppige Kopfhaut

Tritt in zwei Formen auf: trockene Schuppen (meist kleine, feine Partikel) und fettige Schuppen (gröber, oft mit Juckreiz verbunden). Hier braucht es gezielte Shampoos mit antimikrobiellen oder keratolytischen Wirkstoffen wie Pirocton Olamin, Zinkpyrithion oder Salicylsäure. Diese wirken gegen die Ursache – nicht nur gegen das Symptom.

Produkte, die dazu passen

Wann ist ein Wechsel sinnvoll?

Wenn dein aktuelles Shampoo plötzlich nicht mehr „funktioniert“, solltest du genauer hinsehen: Fettet deine Kopfhaut schneller nach? Juckt sie oder wirkt irritiert? Fehlen dir Frische und Leichtigkeit nach dem Waschen?

All das können Hinweise darauf sein, dass sich deine Kopfhaut verändert hat und dein Shampoo nicht mehr ideal ist. Auch saisonale Umstellungen oder hormonelle Schwankungen machen einen Wechsel manchmal sinnvoll.

Übrigens: Ein neuer Haarschnitt, eine Blondierung oder ein verändertes Stylingverhalten sind ebenfalls Gründe, deine Pflegeprodukte zu überprüfen, auch wenn Shampoo in erster Linie für die Haut gedacht ist.

Das passende Shampoo findest du nicht auf gut Glück – sondern, indem du deine Kopfhaut wirklich kennenlernst. Und weil sie sich im Laufe der Zeit verändert, darf sich auch deine Shampoo-Wahl immer wieder neu anpassen. Statt auf Werbeversprechen zu hören, lohnt es sich also, einen Moment länger hinzusehen und deinem Haar die Reinigung zu geben, die es gerade wirklich braucht.

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